Geld und Gebäude

Die Kirche und ihr Geld

Die Mitgleider der Kirchen tragen mit ihrer Kirchensteuer finanziell zum Leben ihrer Kirche bei. Damit verteilt sich die Last auf vielen Schultern, einigermaßen tragbar und einigermaßen gerecht. In NRW beträgt die Kirchensteuer 9% von der Lohn- oder Einkommensteuer. Wer also im Monat 600 € Lohnsteuer zahlen muss, zahlt 54 € Kirchensteuern. Allerdings mehr vier Prozent seines zu versteuernden Einkommens soll in Westfalen niemand zahlen müssen.
Für das Jahr 2012 hat die Synode der Landeskirche die Einnahmen und Ausgaben beschlossen. Das zu erwartende Kirchensteueraufkommen 2012 beträgt 420 Mio. Euro.
Die Kirchengemeinde Oelde erhält im Jahr 2012 aus diesen Einnahmen 245.831 Euro. Mit diesem Geld müssen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gemeinde bezahlt, die Gebäude unterhalten und die laufenden Ausgaben gedeckt werden.
Zur Zeit ist dies nur mit Hilfe und Unterstützung des Fördervereins "Kirche für Oelde" möglich.

Zu unseren Gebäuden

Die Kirchengemeinde Oelde ist im Besitz von elf Gebäuden: Kirchen Gemeindehäuser, Kindergärten,Pfarrhäuser. Für ein lebendiges Gemeindeleben ist dies sehr hilfreich, bedeutet aber immer auch die Verpflichtung der baulichen Unterghaltung.
Nach eingehender Beratung hat das Presbyterium beschlossen, die Anzahl der Gebäude in der Kirchengemeinde zu reduzieren.

Der Wortlaut des Beschlusses vom 12.12.2007 lautet:
"Die Stadtkirche ist aufgrund ihrer historischen Bedeutung ein Kernbaustein der evangelischen Kirchengemeinde Oelde. Für das vielseitige Gemeindeleben benötigt sie als zusätzliche Infrastruktur ein Gemeindehaus.
Um die Gebäudekosten bei dem derzeitig deutlichen Überangebot an Räumlichkeiten in der Gesamtgemeinde zu reduzieren, wird beschlossen, das Dietrich-Bonhoeffer-Haus haushaltsmäßig kostenneutral ab Anfang 2010 zu vermieten oder zu verpachten.
Gleichzeitig soll das derzeitige Pfarrhaus Süd als Übergangslösung zu einem Gemeindehaus umgewidmet und entsprechend umgebaut werden.
Wenn in Zukunft trotz weiterer Einsparungen in der Kirchengemeinde sinkende Kirchensteuerzuweisungen auf längere Sicht zu einem nicht ausgeglichenen Haushalt führen, ist anzustreben, die Gemeindezentren an der Friedenskirche und an der Christuskirche aufzugeben.
Diese Entscheidung ist spätestens in 2014 oder vorher bei deutlich reduzierten Kirchensteuerzuweisungen mit der vorhandenen Finanz- und Gemeindesituation abzugleichen, so dass dann ein Ablaufplan für die Reduzierung auf ein Gemeindezentrum festgelegt werden kann."