Leerer Raum – voller Bedeutung

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# Musik & Projekte

Leerer Raum – voller Bedeutung

Ein gemeinsamer Weg der Friedenskirche 2026–2027


Manchmal beginnt Neues nicht mit einem Bauplan – sondern mit Leere.

Ab Aschermittwoch 2026 gehen wir als Gemeinde einen besonderen Weg: Unsere Friedenskirche wird sich Schritt für Schritt verändern. Nicht äußerlich, sondern innerlich. Der Raum wird zum Spiegel unseres Glaubens – von Stille über Aufbruch bis hin zum bewussten Abschied. Dieses Projekt ist kein Bauprojekt, sondern ein Glaubens-, Erfahrungs- und Gemeinschaftsprojekt.

Im Leben verändern sich immer wieder Dinge: Auszug, ein Kind wird geboren, die Schule gewechselt oder das Arbeitsleben begonnen oder beendet. Auch in der Kirche verändert sich immer wieder etwas – seit der Reformation ist viel geschehen! Und wir sind Teil der nächsten – sichtbaren – Veränderung:

Zum Beginn wird die Kirche entbankt sein. Keine Bänke, keine gewohnte Ordnung – nur Raum, Stille und vielleicht auch Irritation. Die Passionszeit ist eine Zeit des Verzichts. Wir erleben Verlust, Unsicherheit und das Warten auf Hoffnung. Der leere Raum macht sichtbar, was wir sonst nur denken: Manchmal trägt uns nicht das, was wir haben, sondern das, was Gott noch schenken wird. Besonders dann, wenn das Neue Angst macht. Unsicherheiten mit sich bringt, unserer Kontrolle entwächst.

Mit der Karwoche und Ostern kommt Bewegung in den Raum. Er wird nicht fertig eingerichtet, sondern gemeinsam gestaltet. Papphocker ersetzen feste Plätze und erinnern daran, dass Kirche nie fertig ist. Gleichzeitig kommen die gut 100 Stühle aus dem Gemeindehaus an der Friedenskirche zum Einsatz. Und an Gründonnerstag wird wie im letzten Jahr auch Abendmahl an Tischen gefeiert.

Im weiteren Verlauf wird die Kirche lebendig, kreativ und offen für alle Generationen. Nicht nur Zuhören, sondern Mitmachen steht im Mittelpunkt. Ein besonderer Auftakt wird der große LEGO-Tag Ende Mai 2026 sein. Gemeinsam bauen wir Kirche – im Kleinen wie im Großen. Begegnungsangebote, Jugendaktionen, Musik- und Kreativabende und viele weitere Veranstaltungen machen den Raum zu einem Ort des Erlebens. Die Kirche wird zum Möglichkeitsraum für Glauben, Gemeinschaft und Ideen. Auch für Ihre Ideen: Melden Sie sich bei uns und wir schauen, wie wir etwas umsetzen.

Am Ende steht kein abruptes Ende, sondern ein gemeinsamer Abschied. Der Raum wird wohnlich, mit Sofas, Teppichen und Gesprächsecken. Erinnerungen bekommen Platz, Geschichten werden erzählt, Dankbarkeit wächst. Der letzte Gottesdienst im Juni 2027 wird kein Schlusspunkt sein, sondern ein Übergang. Denn Kirche ist nicht zuerst ein Gebäude – Kirche sind Menschen, die miteinander unterwegs sind. Und wir werden auch lange nach dem Ende der Friedenskirche gemeinsam Gemeinde sein.

Ein leerer Raum voller Bedeutung. Dieses Projekt lebt nicht von Ideen auf Papier, sondern von Ihnen. Kommen Sie vorbei, staunen Sie, fragen Sie und gestalten Sie mit. Vielleicht entdecken wir gemeinsam: Gott begegnet uns manchmal gerade dort am stärksten, wo der Raum zunächst leer erscheint.

Mittlerweile hat sich ein kleines Team gebildet, dass den Gruppen den Zugang zur Friedenskirche ermöglicht und die Termine koordiniert. Falls Sie mitmachen möchten, melden Sie sich gerne bei Hans-Jürgen Netz oder Mandy Liebetrau.

Helfen Sie uns, den Abschied von der Friedenskirche würdig und dankbar zu gestalten, damit es kein Abschied auf Raten oder mit Taten wird. 

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